03.12.2009
Mausi geht es richtig gut ;-). Seit dem letzten Rückschlag ist fast nichts mehr aufgetreten. Die Depotspritze hat sehr gute Wirkung gezeigt. Lediglich ein kleiner Keim ist nochmal aufgetreten, den wir aber schnell in den Griff bekommen haben, da er auf viele Antibiotika sensibel reagierte. Überrascht war ich allerdings, dass kaum ein Tierarzt diese Depotspritze zu kennen scheint. Egal, wir hatten Glück, unser Tierarzt wusste davon und hatte es vorrätig. Ihre Lunge hat sich nahezu regeneriert und sie springt rum wie ein junges Küken -- es ist zu schön, ihr dabei zu zu sehen! Vielen dank an alle, die ihr die Däumchen gedrückt haben! Ein aktuelles Bild von ihr ist im Fotoalbum zu sehen.

19.03.2009
Und wieder haben wir einen Rückschlag erlitten. Bona-Dea fäng wieder ganz plötzlich an, energisch, zu husten. Ich packe sie mir gleich und das, was sie ausgehustet hat und fahre mit ihr zum Tierarzt, damit er sie gleich untersuchen kann und den Auswurf ins Labor schickt. Ihr Röntgenbild ergibt, dass die Lunge eigentlich ganz o.k. aussieht, jedoch hat sich, auf Grund der Strapatzen der letzten Monate, ihr Herz etwas vergrössert. Der Doc meint, dass das bei Lungenkranken nicht unüblich ist und verschreibt ihr ein herzunterstützendes Medikament, welches wir aber auch wieder absetzen können. Als die Laborergebnisse kommen bin ich doch recht geschockt. Es gibt nur noch eine Wirkstoffgruppe, wo die Erreger keine Resistenz zeigen! Ich verstehe nicht, wie soetwas sein kann, da zu keinem Zeitpunkt eine "Lücke" in der Medikamentengabe bestand. Zum Glück gibt es aber noch diese eine Wirkstoffgruppe und so wird sie sofort damit behandelt. Um ganz sicher zu gehen, dass ihr Titer nicht sinkt, bekommt sie eine Depotspritze, die dafür sorgt, dass der Titer konstant ist. Ihr geht es jetzt wieder richtig gut, alle unsere Hoffnungen liegen nun auf diesem Medikament. Aktuelle Bilder von ihr findet man im Fotoalbum.

27.02.2009
Bona-Dea hat trotz konstanter Medikamentengabe, einen Rückfall. Ihre Atemfrequenz ist erhöht, sie ist unruhig, ihre Vorbrust vibriert, sie verweigert das Frühstück und hat Fieber (40,1). Der Tierarzt gibt ihr ein fiebersenkendes Mittel und ein Medikament, welches aus der selben Wirkstoffgruppe stammt, wie das "gezielte", da sie unter dem Breitbandantibiotikum den Rückfall erlitten hat. Die Breitbandmedikamentation wird abgesetzt, da sie offensichtlich nicht die gewünschte Wirkung hat. Am nächsten Tag geht es Bona-Dea schon wieder viel besser. Sie futtert ordentlich und will spazieren gehen. Ihre Atmung ist wieder normal. Wir können aufatmen und hoffen, dass dieses Medikament den gewünschten Effekt hat. Hauptsache, sie "lächelt" wieder ;-)

30.01.2009
Bona-Dea hat einen Pneumothorax überstanden.

19.01.2009
Bona- Dea hatte einen Pneumothorax

Es ist die Nacht von Donnerstag auf Freitag. Plötzlich, aus dem Schlaf heraus, fängt Bona-Dea an zwei, dreimal zu würgen, husten, eine Mischung aus beidem, und ihre Atmenfrequenz erhöht sich. Ihre Vorbrust fängt an zu vibrieren und sie sieht mich mit hängenden Augenliedern an. Ich springe aus dem Bett, versuche sie zu beruhigen und messe Fieber. Ihre Temperatur ist normal. Ich rufe umgehend meinen Tierarzt an und wir fahren los. In der Praxis angekommen wird zuerst ihr Bauchraum geschallt. Dies ergibt keine Auffälligkeiten. Daraufhin entschliesst sich mein Tierarzt ihre Lunge zu röntgen und entdeckt minimale Schatten, die aber nicht grossartig besorgniserregend sind, wäre ihr Zustand nicht der, in dem sie sich befindet. Mein Tierarzt nimmt Blut ab, macht einen Leukozyten-Schnell-Test und schickt den Rest in ein Labor, um alle Werte, auch den Pankreaswert bestimmen zu lassen. Seine Vermutung: Pankreas oder Lungenentzündung. Der Leukozyten-Test bleibt negativ. Er verabreicht ihr ein Schmerzmittel, Kortison und Antibiotika, gibt mir, bis auf Kortison (hält länger an)die Medikamente mit und wir warten auf das Ergebnis der Blutwerte. Zu Hause angekommen, verbessert sich ihr Zustand. Sie schläft gut ein und ihre Atmung ist unauffällig. Nächster Tag, die Blutwerte sind da. Alle Werte sind vollkommen in Ordnung, lediglich der CRP-Wert ist erhöht. Er zeigt an, dass sich eine Entzündung im Körper befindet, kann aber auch Anzeichen für Tumore sein, und so gibt er mir telefonisch durch, dass ich mir, ergänzend zu dem einen Antibiotikum, ein weiteres, spezifischeres besorgen soll. Daraufhin fahre ich mit Bona-Dea zum Tierarzt um die Ecke, da ich ja lediglich etwas bestimmtes haben möchte. Dort in der Praxis denke ich mir, dass es ja nicht schaden kann, wenn auch dieser Tierarzt, der mir mal empfohlen wurde, einen Blick auf meine Kleine wirft (zweite Meinung).

Dort wird sie abgetastet, ihre Reflexe werden überprüft und ihr Bauchraum wird geröngt. Sie hat Luft im Magen! Schnell werden ihr abgasende Medikamente verabreicht und ich werde mit den Worten : "Sie ist aufgegast, hat aber keine Drehung, vermutlich partiell, wenn er sich ganz dreht, wir haben Notdienst, vielleicht haben wir Glück und das Schlimmste ist verhindert, lassen Sie sie nicht aus den Augen." nach Hause geschickt. In mir wächst eine Mischung aus Wut und Verzweiflung, aber ich bleibe bei den Fakten, jeder wird sich denken, wie einen so etwas mitnimmt.

Wieder zu Hause fange ich an mich zu fragen, was ich hier eigentlich mache. Bona-Dea ist unruhig, möchte sich nicht mehr hinlegen, speichelt und ihr geht es offensichtlich bescheiden. Ich möchte sie keine Sekunde mehr in diesem Zustand lassen und rufe meinen Tierarzt an. Wenn einer mein Mädchen operiert, dann er. Wir fahren zu ihm. Ich schildere die Diagnose des anderen Tierarztes und er weigert sich energisch, dass ihr Zustand etwas mit ihrem Magen zu tun hat. Aber ich hatte doch die Luft im Magen auf dem Röntgenbild gesehen! Er besteht darauf, ein erneutes Röntgenbild ihrer Lunge zu machen und diesmal sieht das Bild ganz anders aus, als vor zwei Tagen. Beide Lungenflügel sind zur Hälfte eingefallen, dort, wo normalerweise die Lunge ist, ist das Herz hochgerutscht und ihr Speicheln, ihre Atmung und das nicht hinlegen-wollen, erklärt sich ganz schnell, sie bekommt kaum Luft und versucht so vehement zu atmen, dass sie Luft in den Bauchraum gezogen hat!


Mein Tierarzt reagiert ganz schnell und sticht ihr mit einer Kanüle durch den Brustkorb, damit sie erstmal wieder Luft bekommt. Er drückt mir die Wegbeschreibung einer sehr guten Klinik in die Hand und sagt:" Sie fahren los, ich rufe dort an, melde Sie an und kläre sie über alles auf" Wir fahren also los. In der Tierklinik werden wir äusserst freundlich empfangen und da alle schon Bescheid wissen, wird sich sofort um uns gekümmert. Bona-Dea muss erstmal dableiben. Es ist schrecklich. Noch in dieser Nacht entscheidet sich, dass sie eine Thoraxdrainage braucht, da ihre Lungenflügel wieder zusammengefallen sind. Die Thoraxdrainage wird eingesetzt und mein Mädchen kann wieder gut atmen, ihr Zustand lässt endlich wieder hoffen. Alle zwei Stunden muss bei ihr abgesaugt werden, damit sie normal atmen kann. Am nächsten Tag werde ich vom Klinikleiter über alles bestens aufgeklärt und er erläutert mir, dass er weitere Abklärung der Ursache benötigt. "Ohne Diagnose, keine gezielte Heilung". Wir brauchen ein CT um abzuklären, was die Ursache des Loches ist. Ist es ein Tumor, so können die Ärzte nichts mehr für sie tun, ist es eine Entzündung, so kann ich hoffen. Leider hat die Klinik, in der Bona-Dea ist noch kein CT, sondern ein MRT und so müssen wir in eine andere Klinik, um diese Untersuchung machen zu lassen. Ich weigere mich allerdings, dass mein Mädchen in der anderen Klinik bleibt, da ich davon überzeugt bin, dass sie da, wo sie ist, bestens versorgt wird. Für uns wird ein Termin am nächsten Morgen gemacht. Was ich nie für möglich gehalten habe, die Klinik hat mich nicht alleine dorthin geschickt, sondern eine Tierärztin mitfahren lassen, so dass, falls etwas auf der Fahrt passiert, sofort durch die Thoraxdrainage die Luft, fachmännisch abgesaugt werden kann! Ich kann soviel Einsatz, selbst jetzt, wo ich darüber berichte, nicht glauben. Ich war überglücklich zu spüren, dass alle sich wirklich um das Wohl meines Mädchens bemühen. Das Ergebnis des CT: Kein Tumor! Ich jubele auf. Wir können also wieder in "unsere" Klinik und dort berichten. Bona-Dea trabt aus der Klinik zum Auto. In der Klinik angekommen beratschlagen die Ärzte über unsere Möglichkeiten und offerieren mir folgende: Man könnte den Brustkorb öffnen und den "defekten"Lungenteil entfernen. Diese Op ist allerdings äusserst gefährlich, da der "defekte" Teil direkt am Herzen liegt. Sollte sich nach dem Öffnen herausstellen, dass noch weiteres Gewebe betroffen ist, würde man sie schlafen lassen. Wenn die Op allerdings erfolgreich sein sollte, so hätte sie eine Genesungsdauer von 2-3 Wochen und hätte danach die besten Vorraussetzungen. Die zweite Möglichkeit wäre, ihr mit gezielten Antibiotika (die Erreger wurden durch eine Untersuchung der beim Absaugen gewonnenen Flüssigkeit, bestimmt) eine Thoraxspülung durch die Drainage zu machen und zu hoffen, dass sich neues Gewebe bildet. Diese Methode ist für mein Mädchen natürlich viel weniger gefährlich, zieht keine Schmerzen mit sich und birgt nicht die Gefahr des Todes in sich. Ausserdem wird dadurch zumindest die Ausbreitung der Erreger verhindert, falls sie nicht klappen sollte, so dass die Op immer noch möglich wäre, sollte man sich dazu entschliessen. Ich entscheide mich für die Spülungen.Von nun an werde ich über jeden medizinischen Schritt/ Fortschritt von einem Arzt unterrichtet und über ihren Gemütszustand von einer ihrer Pfleger/-innen. Die Ärzte sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf, meine Süsse futtert ordentlich, geht schön Gassie und benimmt sich vorbildlich.

Nach einer Woche Spülungen wird die Drainage gezogen. Bona-Dea muss aber noch einen Tag in der Klinik bleiben, damit beobachtet werden kann, wie sich ihre Lunge, ohne Drainage, verhält. Bevor sie nach Hause kann, wird sie nochmal geröntgt, damit die Ärzte sicher sind, dass Sie sie mit besten Voraussetzungen entlassen.


Von nun an müssen wir immer damit rechnen, dass es wieder passiert. "Bolzspiele" mit Belphegor sind tabu und anstrengende, lange Gassigänge auch. Ab sofort wird mein Mädchen noch intensiver verwöhnt, immer in der Hoffnung, dass wir noch lange, lange Zeit mit ihr zusammenleben können. Bedanken möchte ich mich bei Dr. Wilmering, der ihren Zustand richtig erkannt hat und ihre "Rettung" in die Wege leitete, bei Dr. Stelljes, der mir alles genau erklärt hat und sich all` meinen Fragen stellte, Dr. Goldmann, die mit mir zum CT gefahren ist und mich ganze fünfeinhalb Stunden in Angst um mein Mädchen "ertragen" hat und natürlich bei dem gesamten Ärzte- und Pflegeteam der Tierärztlichen Klinik am Bökelberg in Mönchengladbach.

Ebenso einen lieben Dank an meine Freunde für den guten Zuspruch und an Bona-Dea`s Züchter, Claudia und Sascha Tiefenbach, die uns ebenfalls in dieser schweren Zeit begleitet haben. Bona-Dea nach neun Tagen in der Klinik endlich wieder bei uns.